
Geschichte:
Die
Geschichte des Ortes lässt sich urkundlich ab dem Jahre 1492 nachweisen. In
einer Aufstellung des Besitzes der
2 Grafen von Schwarzburg wird „eine Schneidemühle am
alten feld" erwähnt. Da aber schon 1492 von einem
„alten
feld“ geschrieben wird, muss es schon früher besiedelt gewesen sein.
Zu den ersten Siedlern gehörten Bergleute, die nach Edelmetallen gruben.
Zahlreiche Flurbezeichnungen und noch vorhandene alte Bergbaustollen belegen
dies.

Mit der Gründung einer
Glashütte im Jahre 1646 begann für den Ort eine bis zum heutigen Tag
fortdauernde Tradition – die Glasherstellung und Weiterverarbeitung.
Neben Trinkgläsern wurden Butzenscheiben
und Apothekengläser gefertigt. Die gute Qualität des Altenfelder Glases sprach
sich schnell herum. Bald kamen sogar holländische Kaufleute um die Glaswaren zu
erwerben.
Heute
ist die Glasherstellung und
-verarbeitung der wichtigste
Wirtschaftsfaktor neben dem Tourismus.
Technisches Glas und Verpackungsgläser für die Arzneimittelindustrie
werden in der Remy & Geiser GmbH (http://www.remy-geiser.de)
produziert und in alle Welt exportiert. In kleinen Glasbläserwerkstätten
entstehen noch heute kunstvolle „gläserne Träume“.

1952 kamen die ersten „Sommerfrischler“
zur Erholung nach Altenfeld, genossen die herrliche Ruhe, die gesunde Luft und
die wunderschöne Umgebung. 1953 wurde Altenfeld staatlich anerkannter Erholungsort.
Durch die kontinuierliche Fortführung des Tourismus in seiner
Gesamtheit wurde 1998 Altenfeld als
erster Ort des Ilm - Kreises das endgültige Prädikat „Staatlich
anerkannter Erholungsort" verliehen.
Geologie:
In
Geologiekreisen hat der Name Altenfeld eine besondere Bedeutung. 1988 wurden in
den „Altenfelder Schichten“ des Thüringer Schiefergebirges von Wissenschaftlern
der Bergakademie Freiberg die ältesten Spuren des Lebens (pflanzliches
Plankton) auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nachgewiesen.
Bei dem Gestein handelt es sich um dunkelgrauen bis schwarzen Kieselschiefer,
der überwiegend aus dem Material Quarz besteht und seine dunkle Farbe dem
relativ hohen Gehalt an Kohlenstoff verdankt. Geologisch gehören diese Schiefer
zum Präkambrium, d. h. der Zeit vor 570
Millionen Jahren, an.